Herstellungsprozess
Der Herstellungsprozess des Materials
Damaststahl besteht aus zwei verschiedenen Stahlsorten – einer mit hohem und einer mit deutlich geringerem Kohlenstoffgehalt. Durch das sorgfältige Schichten von „hartem“ und „weichem“ Stahl werden beide Materialien zunächst zu einem sogenannten Grundpaket zusammengesetzt. Danach beginnt der erste Erwärmungsprozess. Der Stahl wird auf eine sehr hohe Temperatur knapp unter dem Schmelzpunkt erhitzt, also etwa auf 1425─1540 °C. Bei dieser Temperatur lockert sich die Struktur des Stahls so weit, dass sich die einzelnen Moleküle der unterschiedlichen Stähle miteinander verbinden und zu einem einzigen festen Stück verschmelzen können.
Für diesen Prozess wird ein Flussmittel benötigt. Ohne dieses würde sich der Stahl nur sehr schlecht oder gar nicht verbinden. Am häufigsten wird Natriumtetraborat verwendet, das die oberste Schicht aus Zunder auflöst. Diese bildet anschließend eine nahezu flüssige Struktur und unterstützt so eine hochwertige Schmiedeschweißung. Sobald der Stahl die richtige Temperatur erreicht hat, wird das Paket unter dem Druck von Hammerschlägen schmiedetechnisch verschweißt. Dadurch entsteht ein einzelnes Stück Stahl, das anschließend zu einem längeren Stab ausgeschmiedet und in der Mitte eingeschnitten wird.
Danach werden beide Teile erneut zusammengefaltet, wieder mit Natriumtetraborat umhüllt und der gesamte Prozess beginnt von vorne. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis der Schmied mit der Anzahl der Schichten und der Qualität der Schweißverbindungen zufrieden ist. Aus diesem Herstellungsprozess wird deutlich, dass Damaststahl aus Dutzenden, Hunderten, Tausenden oder sogar zehntausenden Schichten bestehen kann. Erst wenn ein Stahl dieser Qualität vorliegt, kann mit der Herstellung des eigentlichen Produkts begonnen werden.
Hochwertigen Stahl zu beschaffen ist nicht einfach. Michal Čiliak fand ihn bei dem schwedischen Unternehmen Damasteel, das sich auf die Produktion von rostfreiem Damaststahl spezialisiert hat. Orte, an denen diese Qualität erreicht wird, gibt es weltweit nur sehr wenige – vielleicht sogar keine weiteren. Damasteel hat nämlich ein internationales Patent auf die Herstellung von gemustertem Damaststahl mit exakt sieben Schweißverbindungen erhalten.






